Auszüge
aus unserem Gemeindebrief
April - Juni 2004
Erinnerung
an den 20. Juli 1944 -
Die Christuskirche als Ort der Begegnung
Vortrag von Prof. U. Duchrow: Die Kirche als Globalisierungskritikerin
Aktion zur Finanzierung einer Wohnung für einen wohnungslosen Menschen „Wohnungs – Lose"
Vater-Unser Jahr
(3)Gelobt
sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit
und Gott allen Trostes,
(4)der
uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in
allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von
Gott.
(5)Denn
wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich
getröstet durch Christus.
(6)Haben
wir aber Trübsal, so geschieht es euch zu Trost und Heil. Haben wir Trost, so
geschieht es zu eurem Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld
dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden.
(7)Und
unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: wie ihr an den Leiden
teilhabt, so werdet ihr auch am Trost teilhaben.
(2.
Korinther 1, 3-7)
Mitten in der Passionszeit schreibe
ich diese Zeilen. Und doch ist der Blick bereits gerichtet auf das Osterfest.
Die ersten Planungen für Ostern laufen: die Osternacht, der Gottesdienst am
Osterfest. So nah wie Karfreitag und Ostern zusammenliegen, so nah sind sie auch
theologisch miteinander verbunden. Wir haben mit dem Leid umzugehen, es Ernst zu
nehmen und es nicht zu verherrlichen. Dann ist Trost möglich, neues Leben im
und aus dem Leide. Ostern im und aus dem Karfreitag.
Ein Sonntag in der Passionszeit,
der Sonntag Laetare, bringt diese enge Verbindung von Leid und Jubel, von Trauer
und Freude zum Ausdruck. Deshalb ein paar Gedanken aus der diesjährigen Predigt
am Sonntag Laetare, nicht nur als Auslegung des biblischen Textes, sondern auch
als Zeitansage.
Laetare, der 4. Sonntag der
Passionszeit, der die zunächst überraschende, befremdliche lateinische
Bezeichnung des Jubels, des Lobpreises, der Freude trägt; das kleine Osterfest
wird er manchmal genannt; dieser Sonntag,
weil das Leid mit Trost, die Trauer mit Freude in Zusammenhang
gebracht wird. Wir fragen uns, wie Leid und Freude, ja Lobpreis zusammenhängen,
zusammenkommen können. Ein Text, der davon spricht, dass ein Mensch trotz, ja
gerade wegen des Leidens, das er in reichem Maße durchstehen muss, nicht
resigniert, sondern sich ermutigt weiß und andere ermutigt, ihre Leiden mit
Geduld zu ertragen, ist gewiss befremdlich, missverständlich, ärgerlich. Er
kann den Verdacht und das Vorurteil nähren, der christliche Glaube
"verherrliche" das Leiden. Dazu sage ich ganz deutlich: Das ist nicht
der Fall: Paulus nimmt das Leid und die Leiden ernst. Er steht zu ihnen und
verdrängt sie nicht. Das hat nichts mit Verherrlichung zu tun. Dorothee Sölle
erkennt in ihrem Buch "Leiden", die Unfähigkeit zu leiden als eine
der fatalen Krankheiten unserer Gesellschaft. Nicht leiden können ist Apathie,
so die griechische Übersetzung von Nicht-Leiden; Nichtleiden können, das ist
die Botschaft von Sölle, macht apathisch. Die Apathie besteht darin, Leiden zu
vermeiden, Leiden nicht
mehr zu
bemerken (sowohl die eigenen
Leiden als auch
die Leiden der anderen bei uns und weltweit). Apathie besteht darin, Leiden auch
nicht mehr benennen zu können. Indem Leiden verdrängt wird, (so Sölle)
huldigt man einem Gott, der wie viele antike Gottheiten leidenschaftslos und
deshalb leidenlos ist. Oder Leid wird - und das ist das andere Extrem - nur noch
mediengerecht aufgearbeitet und bearbeitet, vermarktet. Wer dem Ideal eines
leidfreien Christentums nachjagt, der überlässt das Leiden den anderen, die es
ausbeuten. Dem hält der Apostel entgegen. Er stellt sich dem Leid, den Bedrängnissen,
er verdrängt nicht. Es geht nicht um "sich vom Leid abwenden",
sondern um „Leid abwenden". "Leid abwenden", da werden die
Menschen aktiv, "sich vom Leid abwenden", da bleiben sie passiv,
werden apathisch. Man nimmt Anteil am Leid, wie Paulus am Leid der Korinther und
die Korinther am Leid des Paulus Anteil genommen haben. Nur so kann die Apathie
aufgebrochen werden. Dann ist wieder Leben möglich. Paulus weiß wovon er
spricht. Er selbst hat es erfahren: das Leid, das er anderen zugefügt hat, als
er die Christen verfolgte, als er sich am Tode des Stephanus labte. Und er hat
eigenes Leid erfahren, aber auch den Trost, der aus dem Leid kommt. Wir können
es ihm ganz einfach abnehmen, was er hier schreibt. Er ist ein glaubwürdiger
Zeuge. Da weiß einer, wovon er spricht. Da redet einer nicht nur in den Tag
hinein. Glaubwürdigkeit entsteht, wenn man spürt, dass
das Gegenüber
- besser der oder die Gegenüber -
weiß, wovon sie sprechen. Genau dies fordern zu Recht Jugendliche und nicht nur
die von der Kirche.
Trostloses Leid, das ist es, was
den Menschen kaputt macht. "Leid abwenden", das hat mit Trost zu tun,
"sich vom Leid abwenden" mit Vertröstung, oft billiger Vertröstung.
So ist "echter Trost" wie ein Zeichen auf dem Weg aus dem Tod ins
Leben. Er führt aus der Apathie zur Sympathie (aus dem Nicht-Leiden zum
Mitleiden, griech.), aus der Sprachlosigkeit zum Gespräch, aus dem Weinen zum
Lachen, aus dem Klagen zum Loben. Und Paulus bekennt und lobt den Vater, dessen
Sohn den Tod der Verlassenheit und Gottlosigkeit (Mein Gott, mein
Gott.....) stirbt, als den Gott allen Trostes, als Vater der Barmherzigkeit.
Trost mündet in den österlichen Jubel ein: neues Leben wird ermöglicht. Ist
das nicht alles ein bisschen zu einfach? Ja, das wäre in der Tat so, wenn wir
nicht die Grundbedeutung des griechischen Worts berücksichtigten, jemanden zu
sich rufen. In diesem Trösten ist also das Vermitteln von Nähe, von Solidarität
eingeschlossen. Trost ist nur in der Begegnung mit anderen Menschen möglich, im
Nahe-sein, im Wissen des Nicht-allein-Sein. Sich gegenseitig trösten, das ist
die Aufgabe von uns Christen. Dieses Trösten kann oft ganz unspektakulär sein:
ein stummes Halten der Hand, ein Streicheln über den Kopf, ein gemeinsam
gesprochenes Gebet, langes Zuhören. Natürlich können wir durch den Trost das
Leid nicht aus der Welt schaffen. Paulus hat
entdeckt, dass
Leid und Trost, viel leicht
besser, Trost im Leid das Leben ausmachen. Sie sind aufeinander bezogen,
aufeinander angewiesen. Und zwar für jeden einzelnen wie für die menschliche
Gemeinschaft, deren Teil er ist. Lassen Sie mich das in einem Beispiel aus der
Medizin klarmachen. Entschuldigen Sie bitte den Dilettantismus. Leid ist wie ein
gesunder, lebensnotwendiger Stoffwechsel. Ohne Trost wird dieser gesunde
lebensnotwendige Stoffwechsel "Leid" zum Tumor, der entfernt werden
muss, um noch Schlimmeres zu verhüten. Seine Entfernung bringt aber keine
Gesundung der Lebensfunktion, er wuchert weiter. Nicht die Entfernung des Leids,
sondern der Trost lässt das Leben gelingen, gesunden. Leiden und Trost sind
nicht wie Feuer und Wasser. Trost löscht das Leid nicht aus. Trost ist Leid
abwenden: es kann nicht mehr lebensbedrohlich werden. Trost ist Teilnahme am
Leiden, Trost ist Mitleiden, Trost ist dem anderen seine Sympathie zeigen. Das
ist nicht einfach. Deshalb bitten wir im folgenden Lied (O, Heiland, reiß die
Himmel auf), dass der Trost kommen möge, weil er, der Trost, die einzige
Hoffnung für eine gesunde Welt und gesunde Menschen ist.
Ich wünsche uns allen diese österliche
Erfahrung
Wolfgang Kammerer
April
Vergeltet
nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr
den Segen ererbt.
1. Petrus 3,9
Mai
Gott will, dass alle
Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen.
1. Timotheus 2,4
Juni
Seid wachsam, und steht im
Glauben, seid mutig, seid stark! Alles was
ihr tut, geschehe in Liebe.
1. Korinther 16,13-14
Die Anmeldung zum
Konfirmandenunterricht für die Konfirmation 2005 war bereits. Das erste Treffen
der neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden ist am 30. März. Nachzügler können
noch bis Ostern aufgenommen werden.
Erinnerung
an den 20. Juli 1944 -
Die Christuskirche als Ort der Begegnung
Wir laden herzlich ein zu einer
Veranstaltung der "Freiburger Dialoge" am Mittwoch, 5. Mai 2004 um
19.00 Uhr in der Kirche. Frau Dr. Rüther und Frau Dr. Seemann referieren über:
Die "Freiburger Kreise" in Erinnerung an den 20.Juli 1944 - Widerstand
und Nachkriegsplanung - die Christuskirche als Ort der Begegnung. Prof. Rittner
wird in das Thema einführen und die Veranstaltung moderieren.
Gemeindemitglieder, die gerade in
der Zeit vor Ostern gerne das Heilige Abendmahl feiern wollen, jedoch nicht mehr
zum Gottesdienst kommen können, mögen sich doch bitte im Pfarramt melden.
Pfarrer Kammerer kommt dann ins
Haus. Schön ist es, wenn Familienangehörige oder Nachbarn mitfeiern. Es geht
aber auch allein.
VORTRAG
VON PROF. ULRICH DUCHROW:
DIE KIRCHE ALS GLOBALISIERUNGSKRITIKERIN
Im Rahmen der Freiburger
Globalisierungsgespräche veranstaltet attac Freiburg in Zusammenarbeit mit der
Christusgemeinde einen Abend mit Prof. Ulrich Duchrow,
dem Vorsitzenden von Kairos Europa. Kairos Europa ist das dezentrale
Netzwerk von Kirchen und sozialen Bewegungen. Ulrich Duchrow, Pfarrer der
Badischen Landeskirche, war jahrelang Beauftragter für Mission und Ökumene im
Bereich Nordbaden.
Er spricht am Montag, dem 19. April
um 20.00 Uhr im Gemeindesaal, Maienstraße 2 zum Thema: „Die Kirche als
Globalisierungskritikerin“.
Der folgende Beitrag zur
Turmsanierung von Gerhard M. Kirk wurde am 10. Februar in der Badischen Zeitung
abgedruckt Da Herr Kirk zum Redaktionsschluss unseres Gemeindebriefes in Wiwili
war, konnten wir leider mit ihm den Abdruck nicht absprechen.
Wir sind davon überzeugt, dass bei
einer Bitte um Genehmigung Herr Kirk dieser Bitte entsprochen hätte. Deshalb
wagen wir den Abdruck – auch ohne ausdrückliche Genehmigung - als Teil
der Dokumentation zur Sanierung unseres Turmes
Wolfgang Kammerer
Keine Zeitansage mehr vom
Turm
Obwohl die Christus-Gemeinde
rechtzeitig 55 000 Euro zusammenbrachte, ist noch unklar, wann die Sanierung
beginnen wird
(aus der BADISCHEN
ZEITUNG vom
10.02.2004 Stadtteilzeitung)
VON UNSEREM REDAKTEUR GERHARD
M. KIRK
WIEHRE. "Vom nächsten
Montag an wissen wir nicht mehr, was uns die Stunde geschlagen hat", sagt
Wolfgang Kammerer. Am 16. Februar nämlich werden die Glocken der Christuskirche
abgehängt, die schon seit August 2003 nicht mehr zum Gottesdienst rufen. Den
Pfarrer der Christus-Gemeinde bekümmert allerdings nicht nur die bald fehlende
Zeitansage. Sehr enttäuscht seien die Gemeindeglieder vor allem darüber, dass
es mit der dringend notwendigen Sanierung des Kirchturms nicht vorangeht.
Als der Sturm "Lothar" im
Jahre 2000 auch über Freiburg tobte, fiel ein Sandsteinbrocken aus dem Turm der
Christuskirche herunter, kleinere Steine rieselten seither immer mal wieder von
oben herab. Erste Untersuchungen damals ergaben: Der Sandstein der 1891
eingeweihten Kirche ist mürbe, der Turm muss erneuert werden. 210 000 Euro
sollte die "abgespeckte" Sanierung kosten. Freilich wollte das
Evangelische Kirchengemeindeamt (unter anderem für die Gebäude der etwa 20
evangelischen Pfarreien zuständig) die Christus-Gemeinde daran beteiligen. Und
mit großem bürgerschaftlichem Engagement schaffte es ein Förderkreis tatsächlich,
bis zum April 2003 die geforderten 55000 Euro zusammen zu bringen.
Nichts geschah - nur ein Gerüst
wurde aufgestellt.
"Wenn ihr das Geld habt,
fangen wir an", erinnert sich Wolfgang Kammerer, "stellte uns die
Gesamtkirchengemeinde in Aussicht." Doch nichts geschah - außer dass ein
Gerüst vor dem Kirchenportal aufgestellt wurde, das Besucherinnen und Besucher
vor herabfallenden Steinbrocken schützen soll. Mittlerweile haben weitere
Untersuchungen ans Licht gebracht: Der gesamte Glockenstuhl ist durch Korrosion
so stark geschädigt, dass "die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet"
ist. Doch nicht nur das teilte die Leiterin des Kirchengemeindeamts Sabine
Behrend dem Ältestenkreis der Christus-Gemeinde im Dezember 2003 mit. Vielmehr
auch dies: Den Glockenstuhl im ersten Bauabschnitt und den Turm im zweiten zu
sanieren, kostet voraussichtlich knapp 277 000 Euro - und dazu fehlten nun etwa
34 000 Euro, über deren Bereitstellung in den anstehenden Beratungen des
Haushalts 2004/2005 entschieden werden muss. "Eine Aussage über die Durchführung
kann zum derzeitigen Zeitpunkt daher nicht erfolgen."
Für Wolfgang Kammerer bedeutet das auch: "Dass die Glocken wieder
auf-gehängt werden, ist in weite Ferne gerückt." Die Gemeinde werde
jedenfalls das fehlende Geld nicht auch noch aufbringen können. Zumal da es für
die Arbeit innerhalb der Gemeinde 2002 durch die Sammelaktion für den Turm fast
keine Spenden mehr gab. Deshalb ist der Ältestenkreis der Meinung: "Jetzt
ist die Gesamtkirchengemeinde dran, ihre Pflicht zu erfüllen." Auf keinen
Fall werde man die 55 000 Euro in die Erneuerung des Glockenstuhls stecken.
Schließlich wurde das Geld ausdrücklich für die Sanierung des Turms
gesammelt, "der auch ein Stück Wiehre ist".
Wobei die zweite Stadtkirche nach
der Ludwigskirche in Herdern mehr ist als eine Quartierskirche. "Sie ist
sicher die evangelische Kirche, in die Menschen nicht nur zum Gottesdienst
kommen", sagt Wolfgang Kammerer, "sie steht schon auch für Kultur und
Offenheit." Die Evangelische Studierendengemeinde ist hier zu Hause, sowie
eine afrikanische Gemeinde. Bis heute gibt es hier immer wieder Konzerte. Und in
der Nazizeit versammelte sich hier der "Freiburger Kreis" um Walter
Eucken und Gerhard Ritter. Für den heutigen Pfarrer ist deshalb die
Christuskirche "ein Stück Freiburger Kirchengeschichte - und eine Kirche,
die nicht wie andere einmal in der Woche für eine Stunde geöffnet und dann
wieder abgeschlossen wird".
Wie es jetzt weitergeht, hängt von
den Haushaltsberatungen ab, denen eine Strukturkommission die Entscheidung
empfehlen wird. Wann dann mit der Sanierung des Turms begonnen werden, ob das
Geld dafür überhaupt frei gegeben wird, ist gegenwärtig noch unklar. Klar
dagegen ist nach Ansicht Wolfgang Kammerers: "Die vielen Menschen, die Geld
für die Sanierung ,ihres' Turms gegeben haben, wollen endlich sehen, wofür sie
gespendet haben." Auf jeden Fall nicht dafür, dass jetzt auch noch das
Schlagwerk abgestellt werden muss und sie auf die Zeitansage von dem schlanken
Turm verzichten müssen.
G.M.Kirk
Die Christuskirchenglocke,
7.12.2003
Hoch im Turme hing sie lang
grüßte uns zu jeder Stund
bat uns lang zu ihr zu kommen
klang voll Lied aus tiefstem Grund
Manches mal da sang sie fröhlich
rief die Kinder auf zum Weg
brachte manchen Mensch zu Grabe
wiegte die Erinnerung
Weinend brach der Turm am
Ende
sterbend auch der Glocken Klang
dennoch hoffen wir zu hören
wieder ihren Jubelklang
Katharina Scharlowski
STRUKTURREFORM
IN DER
EVANGELISCHEN KIRCHENGEMEINDE FREIBURG
Vielen ist bekannt, dass die
Kirchengemeinde Freiburg in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten ist. Dies
ist auch ein Grund dafür, dass es bei der Renovierung unseres Turmes stockt
(vgl. dazu den Bericht von Gerhard M. Kirk in der BZ vom 10. Februar, in diesem
Gemeindebrief abgedruckt).
Die finanziellen Engpässe haben
deutlich gemacht, dass sich in der Kirchengemeinde auch strukturell etwas verändern
muss.
Eine Kommission, die über mögliche und nötige Veränderungen berät, trifft
sich seit gut einem Jahr.
Das erste Zwischenergebnis ist, dass in den einzelnen Regionen der Stadt über
engere Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinden nachgedacht wird.
Die Christusgemeinde bildet mit der Matthias-Claudius-Gemeinde, der
Friedensgemeinde, der Auferstehungsgemeinde und der Petrusgemeinde die Region Süd-Ost.
Wir haben in unserer Region schon vor Jahren mit den Überlegungen begonnnen und
sind deshalb auch schon sehr viel weiter als andere Regionen in Freiburg.
Besprochen wird jetzt, welche rechtliche Form die Zusammenarbeit haben wird.
Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Die jetzt bestehenden Pfarrgemeinden bleiben erhalten. Es wird jedoch eine verstärkte
Kooperation vereinbart. So könnte z. B. ein gemeinsamer Gemeindebrief für
diese Gemeinden erscheinen oder Einkäufe gebündelt werden.
Es werden Gruppenpfarrämter gebildet. Das heißt, dass sich zwei oder mehr
Gemeinden zu einer Pfarrgemeinde zusammenschließen. Pfarrstellen und
Gottesdienstorte bleiben dabei (zumindest für die nächsten Jahre) erhalten.
Alle Gemeinden der Region Freiburg Süd-Ost schließen sich zu einer
Pfarrgemeinde zusammen. Dadurch kann vor allem die Verwaltung vereinfacht
werden. Die Angebote im Freiburger Osten können besser aufeinander abgestimmt
und dann auch gebündelt werden, gemäß dem Motto: „Nicht alle müssen alles
machen, aber alles soll gut gemacht werden“.
Die Gemeinden im Freiburger Osten bilden als eine selbständige Körperschaft öffentlichen
Rechts eine Kirchengemeinde mit eigener Finanzhoheit, Haus-haltsrecht,
Baupflicht usw.. Dadurch könnten die Entscheidungen näher an die Gemeinden
gebracht werden. Daneben entstehen weitere Kirchengemeinde in Freiburg, die dann
bei der Kirchenbezirksreform den neuen Kirchenbezirk Freiburg - Stadt bilden
werden. Das wäre verbunden mit tiefgreifenden strukturellen Veränderungen für
die Kirchengemeinde Freiburg. Die Kirchengemeinde Freiburg in der jetzigen Form
gäbe es nicht mehr. Dem Kirchenbezirk Freiburg-Stadt werden weitreichende
Kompetenzen übertragen.
Bevor Entscheidungen getroffen werden, wird natürlich in einer
Gemeindeversammlung über die Vorschläge beraten.
Es ist wichtig zu sehen, dass Veränderungen kommen werden. Das heißt, dass wir
Abschied nehmen müssen von liebgewordenen Gewohnheiten. Das heißt aber auch,
dass wir ganz neu lernen können, was es bedeutet, evangelische Kirche in
Freiburg zu sein. Ich lade alle Gemeindeglieder herzlich ein, sich diesem (Nach)-Denkprozess
nicht zu verschließen, aktiv daran teilzunehmen und
ihn zu begleiten.
Wolfgang Kammerer
3.
Frauenfrühstück des ev. Kirchenbezirks Freiburg
Mama mia - meine Mutter und ich
...und Oma auch
Nach einem gemeinsamen Frühstück
fragen wir nach dem Mutterbild,
das uns selbst geprägt hat. Das Frauenleben in den Generationen
(Urgroßmutter, Großmutter, Mutter, Tochter, Tante) wollen wir in den Blick
nehmen.
Wann:
Samstag, den 24. April 2004
von 9.00 bis 11.30 Uhr
Wo: Matthäusgemeinde, Sundgauallee 31, Freiburg
(die Räumlichkeiten der Gemeinde
sind rollstuhlgerecht)
Unkostenbeitrag: 4 Euro
Anmeldungen über: Anke Ruth-Klumbies, Hilde Siegl (Tel. im Pfarramt erhältlich)
Fairness-Tour
durch die Republik
erlassjahr.de ist die Kampagne zur
fairen Entschuldung für die Länder der Dritten Welt. Sie wird getragen von über
1000 Initiativgruppen in Deutschland (z. B. entwicklungspolitische Gruppen,
Landeskirchen, Diözesen, Weltläden) und ist Teil einer weltweiten Kampagne.
Vom 1. bis zum 16. Mai 2004 geht
die Fairness-Tour 2004 quer durch die Bundesrepublik. Sie sammelt an 15
Stationen alle Fairness-Ringe der jeweiligen Region ein. Dieser Rundkurs wird
mit unterschiedlichen Veranstaltungen an den Sammelpunkten verbunden. Alle Ringe
werden auf einem Fahrzeug gesammelt, das in passender Weise ausgestattet wird.
Am Montag, dem 3. Mai ist macht die „Fairness-Tour“ in Freiburg Station: am
Nachmittag in der Innenstadt (Veranstaltung mit Großpuppen, Büchertisch und Übergabe
der Freiburger Ringe) und ab 19.00 Uhr im Gemeindesaal der Christusgemeinde,
Maienstraße 2 (Informationsveranstaltung mit Gästen aus dem Süden und Bericht
über den Stand der Entschuldung; Essen und Trinken).

“Fairness-
Ringe” als Zeichen der Solidarität
Im Zentrum der Aktion von
erlassjahr.de “Entschuldung fair ändern” stehen so genannte
“Fairness-Ringe”. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Aktion können einen Appell
unterschreiben, auf dem steht: “Ich verlange Fairness bei der
Entschuldung. Dazu gehören ein unparteiisches Verfahren, ein Anhörungsrecht für
alle Betroffenen und die Sicherstellung des Existenzminimums.” Durch die
Unterschrift wird der farbige Ring zum “Fairness-Ring” und soll zusammen mit
anderen auf einer Stange gestapelt werden. Mit den Farben Rot, Gelb, Schwarz und
Grün symbolisieren die Ringe die vier Kontinente Amerika, Asien, Afrika und
Europa. Diese farbigen Ringe können zudem auch als Armreif oder an der Kleidung
getragen werden.
Außerdem
gibt es die Möglichkeit, im Internet und per Postkarte Stimme und Unterschrift
abzugeben. Diese Stimmen werden im erlassjahr-Büro gesammelt und ebenfalls mit
einem Fairness-Ring versehen. Alle gesammelten Stimmen zusammen werden zu einem
“Fairness-Ring-Turm” zentral in Düsseldorf vor dem neuen erlassjahr-Büro
symbolisch zusammengestellt. Wenn bundesweit mehr als 600 Gruppen und
Organisationen noch in diesem Jahr 100.000 Ringe sammeln, dann ergibt das die
beachtliche Höhe von 300 Metern - so hoch wie die Spitze des Eiffelturms. Ein
weithin sichtbares Zeichen der Solidarität, das auch in den Büroetagen von
Politik und Wirtschaft unübersehbar ist und deutlich macht: Wir sind für ein
faires Entschuldungsverfahren. Eine Million Stimmen ergeben rein rechnerisch
sogar eine Länge von drei Kilometern.
Wer bei der Aktion mitmachen
will, kann die Ringe im Pfarramt erhalten.
In Freiburg leben
Hunderte von Frauen und Männern auf der Straße. Ein Grund dafür ist, dass
nicht genügend preiswerter Wohnraum zur Verfügung steht.
Das Ferdinand-Weiß-Haus, Tagesstätte für Menschen in Wohnungsnot, möchte mit
der Aktion Wohnungslose ein Zeichen setzen.
Der Erlös der Spenden-Aktion soll als Startkapital für eine kleine
Eigentumswohnung genutzt werden, die das Diakonische Werk Freiburg erwirbt und
einem wohnungslosen Menschen zur Verfügung stellt. Zur Verwirklichung dieses
Wunsches benötigen wir ca. 7.000 Euro.
Wohnungs-Lose: Bisher hat unsere Jubiläums-Lotterie mit Losverkauf und Tombola
schon 4000 Euro erbracht.
Jetzt kommen wir auf Sie zu! – egal, ob Sie sich mit 5 Euro oder 500 Euro
beteiligen: Wir freuen uns über jeden Euro.
Bei dieser Aktion werden alle gewinnen!! Die Spender und Spenderinnen setzen ihr
Geld sinnvoll und bei einem überschaubaren Projekt ein! - Sie gewinnen eine
wertvolle Beziehung zu einer nützlichen Initiative, denn mit den Einnahmen kann
ein wohnungsloser Mensch ein dauerhaftes Obdach gewinnen!!!
Wie können Sie teilnehmen?
Sie können einen beliebigen Betrag auf das Konto 2089706 bei der Sparkasse
Freiburg, Bankleitzahl 68050101, Inhaber: Diakonisches Werk, Verwendungszweck:
Wohnungs-Lose, überweisen.
Sollten Sie eine Spendenbescheinigung für das Finanzamt wünschen, teilen Sie
uns das bitte mit und wir werden sie Ihnen umgehend zusenden.
Das Ferdinand-Weiß-Haus ist eine Tagesstätte und Beratungsstelle für
wohnungslose Menschen in Trägerschaft des Diakonischen Werkes Freiburg. Wenn
Sie sich für unsere Arbeit interessieren, beantworten wir Ihnen gerne Ihre
Fragen – telefonisch oder bei einem persönlichen Gespräch im Ferdinand-Weiß-Haus.
Rufen Sie uns gerne an oder machen Sie mit uns einen Besuchstermin aus!
Wir freuen uns auf Sie!
Vielen Dank für Ihre Unterstützung
Das Ferdinand-Weiß-Haus- Team
Ferdinand-Weiß-Haus, Ferdinand-Weiß-Straße
7-9, 79106 Freiburg, Tel.: 0761/283019
Am 16. Mai werden 28
Jugendliche in der Christuskirche konfirmiert
Das Jahresthema der Konfirmanden
ist : „Wir sind das Licht der Welt“
Im April stehen in der
Christuskirche zwei musikalische Großereignisse an. Zum einen wird die Kantorei
der Christuskirche das Oratorium „Golgotha“ des Schweizer Komponisten Frank
Martin aufführen, zum anderen wird das neue Cembalo in einem feierlichen
Konzert eingeweiht.
Martins Oratorium entstand 1945
unter dem äußerst starken Eindruck, den die Radierung „Die drei Kreuze“
von Rembrandt auf ihn gemacht hatte. Martins Musik-sprache ist von großer Wucht
und Eindringlichkeit, im nächsten Moment wiederum sehr fragil und fast
zerbrechlich und bleibt dabei immer völlig tonal. Im Gegensatz zu seinen
zeitgenössischen Komponistenkollegen war er nicht der Meinung, dass der Ausweg
aus der Krise der Tonalität nur in der Atonalität liegen könne. Martins Musik
ist tonal, aber doch ganz eigenständig und unverwechselbar und verdankt der
Musik Debussys und Wagners viel. Möglicherweise liegt es an diesem „Nicht-einordnen-können“,
dass Martin lange eher unbeachtet blieb. Er gilt heute jedenfalls als der
bedeutendste Schweizer Komponist des 20. Jahrhunderts und seine Werke erobern
nach und nach die Programme. Dennoch ist erstaunlich, dass „Golgotha“ noch
immer nicht so oft aufgeführt wird, wie es das Stück verdienen würde, gibt es
doch kaum ähnlich unmittelbar an- und ergreifende Oratorien. Sehr zu empfehlen!
Es wird der Höhepunkt meiner bisherigen Arbeit mit der Kantorei sein. Aufführungen
sind am 3. und 4. April jeweils um 20 Uhr in der Christuskirche.
Es singen: Wolfgang Newerla, Jesus;
Silke Schwarz, Sopran; Sibylle Kamphues, Alt, Alexander Yudenkov, Tenor und
Markus Flaig, Bass. Es begleitet das Orchester der Christuskirche, als
Konzertmeister spielt Gottfried von der Goltz.
Nachdem wir im Januar einen sehr
erfolgreichen Musikmarathon zugunsten des neuen Cembalos organisiert haben, ist
es nun fertig geworden, und ich muss sagen, dass der Orgelbauverein der
Christuskirche nun im Besitz eines klanglich wie optisch eindrucksvollen
Instrumentes ist. Einer der besten Cembalobauer Deutschlands, Christoph Kern aus
Staufen hat es nach einem historischen Vorbildinstrument von Michael Mietke
erbaut. Kein geringerer als J. S. Bach besaß ein solches Mietke-Cembalo.
Deshalb kann unser neues Instrument als besonders geeignet gelten, Bachs Musik
adäquat aufzuführen. Und so soll dann auch im feierlichen EINWEIHUNGSKONZERT
am 29. April um 20 Uhr, ganz der Komponist Bach im Mittelpunkt stehen:
Das Brandenburgische Konzert Nr. 5, das Cembalokonzert in d-Moll sowie die
Orchestersuite in h-Moll mit der berühmten „Badinerie“ stehen auf dem
Programm. Der angekündigte Solist Trevor Pinnock hat leider abgesagt, deshalb
werde ich selbst den Cembalopart übernehmen, es begleiten
Gottfried von der Goltz, Violine,
Susanne Kaiser, Flöte sowie Mitglieder des Freiburger Barockorchesters.
Herzliche Einladung zu diesem
Konzert!
An Karfreitag wird auch in diesem
Jahr die traditionelle „Musica crucis“ um 15 Uhr stattfinden. Das Ensemble
„La Gamba“ Freiburg mit Regina Kabis, Sopran und Nina Amon, Alt führen das
berühmte „Stabat mater“ von Pergolesi auf.
Ich würde mich sehr freuen, Sie in
diesen Konzerten begrüßen zu können und wünsche Ihnen eine gesegnete
Osterzeit.
Jörg Endebrock
Mit nur 17 Jahren war Aldo Lagrutta
der jüngste Professor des Conservatorio Nacional in Caracas, Venezuela.
Heutzutage wird er von Fachleuten zu einem der besten Gitarristen unserer Zeit
erklärt. Kritiker seiner Konzerte in aller Welt sind fasziniert von seinem
Spiel und bezeichnen ihn als „Den Paganini der Gitarre“. Aldo Lagrutta
verzaubert seine Zuhörer immer wieder aufs Neue mit seinen leisen, einfühlsamen
Tönen, die von tiefen inneren Frieden künden. Der Gitarre-Virtuose ist ein
Meister darin, Akzente durch zarte Klänge zu setzen.
Wenn auch Sie sich durch die Tiefe
seiner musikalischen Interpretationen in eine andere Welt entführen lassen
wollen, besuchen Sie sein Konzert am 23. April um 20 Uhr in der Christuskirche,
zugunsten der Deutschen José Carreras Leukämie e.V. Das Programm umfast drei
Jahrhunderte klassische Gitarrenmusik aus Spanien. Nähere Informationen unter
www.aldo-lagrutta.com
DIE
MUSIKALISCHEN GRUPPEN AN DER CHRISTUSKIRCHE
KANTOREI
Proben: mittwochs von 19.45 Uhr bis 22 Uhr
KINDERCHOR
Proben:
donnerstags: 15 Uhr: 1. Schuljahr
15.30 Uhr: 2. und 3. Schuljahr
JUGENDCHOR
donnerstags, 16.30 Uhr (ab 4.Schuljahr)
FIGURALCHOR
(Kammerchor der Kantorei)
Proben nach Vereinbarung
Die aktuellen Konzerte finden Sie hier:
Infos: Pfarramt der Christuskirche,
Maienstraße 2
Tel. 0761/ 73140, Fax: 73036
Kantor Jörg Endebrock
Tel. 4760088
e-mail: endebrock@t-online.de
Ich möchte Ihnen in diesem Gemeindebrief ein wenig aus dem Kinderchor berichten, der ja inzwischen zu einer stattlichen Gruppe herangereift ist. Mittlerweile singen in zwei Gruppen insgesamt 50 Kinder Woche für Woche mit Begeisterung, und der Chor wächst immer weiter..
Am 14. Juli hatten wir
einen großen Auftritt in Konstanz beim Landeskirchengesangstag, wo wir als
einziger Kinderchor eingeladen waren und einen großen Erfolg hatten. Die
schwungvolle und begeisterte Darbietung der Pop-Kantate „Swingin’ Samson“
erntete stürmischen Applaus.
Für dieses Konzert und für
zwei szenische Musicalaufführungen, die im Herbst stattfinden werden, fuhren
wir zu einem Intensivprobenwochenende in die Jugendherberge auf den Belchen.
(siehe Bild). Der Chor ist dort zu einer tollen Gemeinschaft zusammengewachsen.
Den Kinderchor können Sie das nächste Mal hören am 28. September auf dem
Gemeindefest mit der szenischen Aufführung von „Israel in Ägypten“. Falls
Sie selbst ein Kind haben, das gern singt: wir freuen uns stets über Zuwachs!
Jörg
Endebrock
Kinderbibeltag
Hand in Hand mit Gott

Samstag,
8. Mai 2004,
10 - 13 Uhr und 14.30 – 17 Uhr
Abschlussgottesdienst:
16.30 – 17 Uhr
Liebe Kinder,
täglich benutzen wir unsre Hände
ohne darüber nach zu denken. Sie helfen und unterstützen uns bei allem was wir
tun:
Mit unseren Händen können wir
Neues schaffen, teilen und Gutes tun. Sicher fällt euch noch vieles mehr ein.
Aber wie können wir Hand in Hand
mit Gott sein?
Über all das wollen wir uns beim nächsten Kinderbibeltag unterhalten. Und dazu
erzählen wir natürlich Geschichten, singen, spielen und basteln
miteinander.Wenn Du bei unserem Kinderbibeltag mitmachen willst (und zwischen 5
Jahre – 10 Jahre alt bist) dann
melde Dich bitte bis zum 30.4. im Pfarramt an.
Um 16.30 Uhr feiern wir einen kleinen Abschlussgottesdienst, zu dem auch
Eure Eltern und Geschwister ganz herzlich eingeladen sind.
Wir freuen uns auf Euch!
Inge Gramling und Team
Kirchenmusik und Behindertenarbeit
sind die beiden traditionellen Schwerpunkte in der Christusgemeinde. Es gab und
gibt immer wieder lebhafte Diskussionen über das Verhältnis von Kunst und
Diakonie. Wie gehören sie zusammen? Der Förderverein des ABC wurde von der
Stadt Freiburg zum Beispiel für sein Bürgerschaftliches Engagement
ausgezeichnet und unsere Kirchenmusik zeichnet sich in der Stadt durch ihre
Qualität beispielhaft aus. Kunst und Diakonie sind zwei einander ergänzende
Gestalten des Lebens in der Gemeinde und der Gemeinde in der Gesellschaft. Hier
das Loben, Danken und Bitten, dort das Zusammengehören.
Im November wurde in der
Mitgliederversammlung zusammengefasst, was für den Verein wichtig war:
2003 war das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderung mit viel Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen, Einblick in die verschiedenen Organisationen und Einrichtungen – und Beispiele für das freiwillige Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger. Und dann? Die Frage nach der adäquaten Finanzierung von Einrichtungen, Projekten, laufenden Aktivitäten ist noch drängender geworden und führt weiter zu der Frage, wie wichtig in unserer Gesellschaft das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung und deren benötigte Förderung genommen wird.
Im Jahr 2003 zitterten wir um die
halbe Stelle von Frau Streeck, die dringend benötigt wird. Die Diakonie
Freiburg, der Hilfsverein der Petrus- und Christusgemeinde und unser Verein
haben es dann miteinander tatsächlich geschafft, dass die Stelle vorerst bis
Dezember 2004 gehalten werden kann. Und dann? Dadurch ist unser Verein jedoch
„am Anschlag“ angekommen. Wer dem Verein etwas mehr Luft verschaffen will,
und für die Arbeit insgesamt, das heißt Mitfinanzierung der Personalstelle,
Miete, kleine Zuschüsse für die praktische Arbeit etwas tun möchte, denke an
unser Vereinskonto – siehe Rückseite dieses Gemeindebriefs. Wer zum Verein
als Mitglied oder Förderer dazu stoßen will, ist herzlich willkommen. Wir
danken auch allen Freunden unserer Arbeit, die zum Beispiel bei besonderen
Festen an den ABC denken. Ein Beispiel zum Nachahmen: An einem Familienfest bat
das Geburtstagskind als Geschenk um „Ein
Scheinchen für den Förderverein“.
I.Nüb