Gemeindefest
der Christusgemeinde
Am 24. September feierte die
Christusgemeinde ihr diesjähriges Gemeindefest verbunden mit dem Erntedankfest.
Zum Beginn feierte die Gemeinde
zusammen einen Familiengottesdienst, vorbereitet vom Christuskindergarten, von
der Kleinen Kirche und mitgestaltet von den „neuen“ Konfirmanden. Hier und während
des ganzen Festes fanden sich alle Generationen unserer Gemeinde wieder. So
wurde bei diesem Fest spürbar, was es heißt, Gemeinde zu leben.
Vieles wurde auf dem
Gemeindefest angeboten, wie zum Beispiel eine Orgelführung für Kinder durch
Herrn Endebrock nach dem Gottesdienst.
Ein Höhepunkt des Festes war
dann die Aufführung des „Sängerkrieges der Heidehasen“, bei dem Frau Koch
und Herr Kammerer als Bänkelsänger und Herr Endebrock als Hase Lodengrün ihre
Sangeskünste zum besten gaben. Unterstüzt wurden sie von vielen Eltern des
Christuskindergartens, die dieses Stück unter der Regie von Frau Krauss-Hummel
zum zweiten Mal aufführten.
Da das Wetter durchhielt,
konnten sich alle gemütlich draußen mit Essen und Trinken versorgen und dabei
die Musik der Marion-Mangold-Band genießen. Die Kinder waren begeistert vom
historischen Karussell, das sie mühsam durch einen Tretantrieb in Bewegung
bringen mussten. Auch die Rollenrutsche war wie immer eine Attraktion.
Ein herzliches Dankeschön all
den vielen Helferinnen und Helfern die zum Gelingen des Festes beigetragen
haben!
Liebe
Gemeindeglieder im Freiburger Osten,
Maria
besucht Elisabeth – eine Szene aus dem Freiburger Münster ziert dieses Mal
unser Winterdeckblatt. Einerseits eine ausgesprochene Adventsszene, andererseits
passt diese Begegnung auch gut zur Jahreslosung 2007 aus dem Buch Jesaja:
„Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s
denn nicht?“ (Jesaja 43, 19a)
Mit
der ab 1. Januar beginnenden Gesamtpfarrgemeinde Ost sollten wir vielleicht das
Beispiel Maria und Elisabeths ganz wörtlich nehmen und uns aufmachen, die
Menschen und Veranstaltungen in unseren benachbarten Gemeinden (ab 1.Januar heißen
diese Predigtstellen) zu besuchen, um kennen zu lernen, welchen Reichtum unsere
große Pfarrgemeinde in sich birgt und wie viel neue Chancen. Über den neu
konstituierten Ältestenkreis der zukünftigen Pfarrgemeinde Ost weiter unten.
Für
mich hat das Bild noch eine persönliche Tragweite: mitten in der Adventszeit
werde ich in den gesetzlichen Mutterschutz gehen und – so alles gut geht
–noch einige Monate Erziehungszeit im neuen Jahr daran hängen, bis wir als
dann fünfköpfige Familie wieder einen neuen Rhythmus gefunden haben und ich an
meinen Platz an der Friedenkirche zurückkehre. Pfr. i.R. Helmut Zeilinger wird
als offizieller Vakanzvertreter alles, was Verantwortung und Unterschrift
braucht, weiterhin möglich machen. Daneben übernimmt Pfr. i.R. Andreas
Kautzsch weitere wichtige Aufgaben wie die Weiterbegleitung des
KonfirmandInnenjahrgangs, Kasualien, Gottesdienste und so weiter.
Für
die Petrus- und Paulusgemeinde hat sich inzwischen mit Pfarrerin Irene Leicht
als Vakanzvertreterin eine stabile Übergangslösung gefunden. Doch der Weggang
von Pfarrer Wolfgang Kammerer aus der Christuskirche ist schon der nächste
tiefe Einschnitt in unserer Union. Sie finden Herrn Kammerers Worte zum Abschied
weiter unten.
So
stehen Weihnachten und der Jahreswechsel in die neue Gemeindestruktur noch unter
der Atmosphäre des Umbruchs und des Abschieds, doch wo ein Kind im Stall zum
Hoffnungsträger für die ganze Welt wird, können wir sicher auch für die
Union Ost und für jede und jeden persönlich davon ausgehen, dass auch für
diese Zeit gilt: „Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf,
erkennt ihr’s denn nicht?“
Viele
ermutigende neue Erfahrungen im Advent wünscht Ihnen,
Pfrn.
Ute Niethammer, Friedenskirche
Ganz
neu: der Ältestenkreis der Pfarrgemeinde Ost
Seiner
Zeit voraus wurde bereits im Oktober der Ältestenkreis der zukünftigen
Pfarrgemeinde Ost konstituiert, damit ab 1. Januar in der neuen Struktur sofort
effizient losgearbeitet werden kann. Für diese erste Phase bis zur Kirchenwahl
im November 2007 haben die bisherigen Ältestenkreise jeweils 1 bzw. 2
Mitglieder in diesen übergeordneten Ältestenkreis delegiert. Unter der Leitung
von Dekan Schächtele haben diese Delegierten dann am 11. Oktober Frau Gabriele
Daniel-Schnitzler (bisher Vorsitzende des Ältestenkreises der Friedenskirche)
zur ersten Vorsitzenden gewählt und Pfarrer Rudolf Atsma (Auferstehungskirche)
zum zweiten Vorsitzenden.
Außerdem
gehören dem Ältestenkreis an:
-
Edda Buschbeck (Auferstehung)
-
Inge Gramling (Gemeindediakonin der
Christusgemeinde)
-
Friedrich Hanebeck (Christus)
-
Ruth Kummetz (Petrus)
-
Inge Meißner (Matthias Claudius)
-
Irmgard Nübel (Christus)
-
Helga Rolker (Auferstehung)
-
Reinhard Schelkes (Frieden)
-
Friedrich Sprondel (Paulus)
-
Gisela
Wohlfarth (Petrus)
-
Hinzu kommen die jeweiligen VakanzvertreterInnen
der in der kommenden Zeit nicht besetzten Gemeinden.
Sämtliche
Mitglieder dieses Ältestenkreises sind gleichzeitig auch Mitglieder der am 11.
November gegründeten Stadtsynode, in der künftig zwei Ebenen zusammenfallen, nämlich
der bisherige Kirchengemeinderat Freiburg und die Bezirkssynode.
Die
vornehmlichen Aufgaben unseres neuen Ältestenkreises werden sein: die Überbrückung
der großen Pfarrvakanz, die Verabschiedung einer Geschäftsordnung, die
Kompetenzen der Ortsältestenkreise und die Weiterarbeit an den verschiedenen
Konzepten in Bezug auf Immobilien, Haushalt und Personalplanung. Und noch eines
wurde deutlich an den ersten Zusammenkünften: auch bei großen Arbeitspensum
soll die geistliche Mitte zum tragenden Fundament werden!
Ute
Niethammer
„BROT
FÜR DIE WELT“ Aktion 2007: „Gottes Spielregeln für eine gerechte Welt.“
Dass
es weltweit anerkannte Menschenrechte gibt, heißt leider nicht, dass diese
Rechte auch überall gewahrt werden. Im Gegenteil: In unserer Welt geht es
ungerecht zu. Unzähligen Menschen wird vorenthalten, was sie zum Leben
brauchen. Mehr als eine Milliarde Kinder Gottes sind so arm, dass sie sich nicht
ausreichend ernähren können. Dabei ist das Recht auf „unser täglich Brot“
das elementarste Recht von allen. Das Menschenrecht auf Nahrung ist Gottes
Recht!
Mit
der Aktion „Brot für die Welt“ setzt sich die Evangelische Kirche in
Deutschland Jahr für Jahr in mehr als siebzig Ländern dafür ein, dass auch
die Ärmsten ihre elementarsten Menschen-Lebens-Rechte sichern können und dafür,
dass dabei Gottes Wille geschieht. Unsere Landeskirche stellt auch in diesem
Jahr drei Projekte in Ländern, die uns partnerschaftlich verbunden sind,
besonders in den Mittelpunkt:
Damit
Gottes „Spielregeln“ Achtung finden, braucht es beherzte Menschen, die auch
durch Spenden helfen. Bitte machen Sie es zu Ihrer Sache, Gottes Gerechtigkeit
weiterzutragen. Dazu finden Sie in diesem Gemeindebrief Überweisungsträger für
die diesjährige Aktion. In den Pfarrämtern bzw. Kirchen liegen auch Spendentüten
für bare Spenden bereit.
Gott
sei Dank, dass im letzten Jahr 4.391.149 Euro in der badischen Landeskirche für
„Brot für die Welt“ gespendet wurden. 54.689.227 Euro kamen in ganz
Deutschland zusammen. Danke allen Spendern und Spenderinnen!!
Abschied
von Pfarrer Kammerer aus der Christus- und Matthias-Claudius Gemeinde
Nun
aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte
unter ihnen. (1. Kor. 13,13)
Elf
Jahre Pfarrer an der Christuskirche und vier Jahre Pfarrer der
Matthias-Claudius-Gemeinde. Vieles ist geschehen in diesen Jahren, in der Welt,
in unserem Land, in unserer Kirche, in unserer Gemeinde und auch bei und mit mir
ganz persönlich.
Es
gab schöne Stunden, Stunden voller Freude und Lust, aber auch Stunden der Last,
der Enttäuschung, des Schmerzes und des Abschiedes. Ganz besonders schmerzlich
war natürlich der Tod meiner Frau.
Bei jedem Abschied stellt man sich die Frage: „Was bleibt?“
Was
bleibt für mich?
Für mich bleiben viele gute Erinnerungen an Begegnungen und Gespräche bei
verschiedenen Anlässen, Erinnerungen an schöne Gottesdienste und Feste, es
bleiben aber auch Erinnerungen an Enttäuschungen, die das Leben und die Arbeit
sehr schwer gemacht haben.
Was
bleibt für die Christusgemeinde?
Ich
hoffe, gute Erinnerungen an mich.
Ich
hoffe, dass die Gemeinde spüren konnte, was mir wichtig ist: Kirche geschieht
im sozialen und politischen Umfeld, global und lokal. Wir haben als Christen
verantwortlich in dieser Stadt, in der Welt und für diese Stadt und diese Welt
zu leben. Grenzen der Pfarrgemeinde, der Parochie, dürfen nicht trennen,
sondern haben zu verbinden. So verbindet uns alle auch die weltweite Kirche. Nur
durch permanente Grenzüberschreitung werden wir der Herausforderung gerecht.
Was
bleibt für die Kirche in Freiburg?
Sichtbar
bleiben wird die neue Struktur der Evangelischen Kirche in Freiburg.
Vor
vielen Jahren schon habe ich den Zusammenschluss der Freiburger Gemeinden in
vier größere Gemeinden vorgeschlagen. Durch die Bündelung der Gaben und
Aufgaben bei Ehren- und Hauptamtlichen werden wir unseren Auftrag, Kirche Jesu
Christi in dieser Stadt zu sein, glaubwürdig wahrnehmen können.
So
bleibt die Erfahrung, dass viele Menschen bei mir waren, mir geholfen haben,
gerade in den schweren Zeiten.
So
bleibt die Erfahrung, dass wir, da nehme ich meine Frau mit hinein, uns gut
aufgehoben fühlten in dieser Gemeinde. Es war nicht immer konfliktfrei, aber
(fast) immer herzlich.
Das
Wort, das Paulus den Korinthern geschrieben hat, wird dadurch lebendig. Auch das
bleibt. Damit lässt es sich leben: mit Glauben, mit Hoffnung und mit Liebe.
Für
die gute Zeit hier herzlichen Dank
Ihr
Wolfgang Kammerer
Einen
wunderschönen guten Morgen!
Diesen
Gruß, oft auch am Telefon, vom Fahrrad herunter, werden wir in unserer
Christusgemeinde sehr vermissen. Manche Seniorin wird auch deshalb insgeheim
eine Träne abwischen, denn Herr Kammerer wird im neuen Jahr, noch einen
Kurztrip nach Bali über Weihnachten einschiebend, seine neuen Gemeindeglieder
in Hasel ebenso freundlich grüßen, während er auch in Beuggen die halbe
landeskirchliche Stelle für Mission und Ökumene zu versehen hat. Vermissen
werden wir seine Kochkünste, privat und bei den Festchen und anderen Aktivitäten
in der Gemeinde und weit darüber hinaus. Auf die Frage, wo er und seine Frau
Inge nicht gewesen sind, sagte er: „Nicht in Amerika!“.
Weil
die Stelle für Mission und Ökumene ihm so sehr auf den Leib zugeschnitten ist,
dürfen wir bei allem Abschiedsschmerz nicht klagen, sondern ihm wünschen, dass
dies der Anfang zu einem neuen Aufbruch wird, besonders nach dem Verlust seiner
Frau Inge Anfang dieses Jahres.
Am
1.9. 1995 hat Herr Kammerer seinen Dienst als Pfarrer in unserer Gemeinde
angetreten. Glaubwürdigkeit der Kirche im dritten Jahrtausend. Konziliarer
Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, Offene Kirche-
Offene Gemeinde waren seine großen Themen. Diese wurden im Ältestenkreis
diskutiert, in den Predigten thematisiert, an Gemeindeabenden und in der übrigen
Arbeit eingebracht. Ja, wir haben auch an Bundeskanzler Schröder geschrieben,
weil wir dessen Entscheidung gegen die Teilnahme am Irakkrieg begrüßten!
Er
öffnete Künstlern die Kirche für Installationen und Bilder- Ausstellungen. An
vielen Geselligkeiten mit Inge und Wolfgang Kammerer werden sich die Ältesten
erinnern, an Wanderungen und Pilgerreisen, aber auch an Projekte wie die
Renovierung des Gemeindesaals und des Gartens, den Beginn der Turmsanierung,
obgleich noch immer die Glocken nicht läuten dürfen. Erinnern werden wir uns
auch daran, dass wir mit einander kritische Phasen durchstehen konnten.
Wie
wir ihn kennen gelernt haben, so wird Pfarrer Kammerer weiterhin bestehende
Grenzen nach ihrem Wert für den Menschen hinterfragen, über diese
hinwegblicken und von seinen Erfahrungen in anderen Kirchen und Kulturen her
wieder auf die Kirche vor Ort schauen, Fragen stellen und Anregungen
weitergeben.
Die
Gemeinde und ihr Ältestenkreis danken ihm für die gemeinsam geteilten 11 Jahre
und bitten um Gottes Segen für ihn und seine Arbeit!
I. Nübel (Ältestenkreis)
Abschiedsfest
für Herrn Kammerer
Wir
wollen am 17. Dezember uns von Herrn Kammerer um 10 Uhr im Gottesdienst und beim
anschließenden Empfang verabschieden.