Beginn: 18.15 Uhr
Begrüßung durch Herrn Frenzel,
Vorsitzender der Teilgemeindeversammlung und
2.stellvertretender Vorsitzender der Stadtsynode
Frau Hae-Kyung Jung, Kantorin, Frau Inge Gramling, Gemeindediakonin, Frau Dr. Wagner, Vorsitzende des Ältestenkreises, Frau Pfarrerin Ute Jäger-Fleming, Herr Dekan Engelhardt und Herr Schelkes, Vorsitzender des Bauausschusses
und der Hinweis, dass auf die Zeiteinhaltung derselben geachtet werden wird
Es werden veranschlagt für TOP 1: 30 Min, TOP 2: 40 Min; TOP 3: 15-20 Min und TOP 4 : 5 Min;
Jahresbericht von Frau Jäger-Fleming,
Finanzbericht Frau Dr. Wagner,
Bericht von Frau Gramling,
Jahresbericht von Frau Jung,
alle im Anhang
Bericht von Herrn Dekan Engelhardt zur Situation des Hauses Maienstr.2
Werdegang/Ausgangslage:
Vor 5 Jahren wurde im Rahmen des Freiburger Wegs, vom Ältestenkreis beschlossen, dass die freiwerdende Pfarrwohnung für andere kirchliche Zwecke genutzt werden könne und die Gemeinde nur das Erdgeschoß brauche.
Vor 4 Jahren dann der Versuch, alle kichlichen Leitungseinrichtungen in diesem Haus unterzubringen - was an den Kosten scheiterte.
Der Sanierungsbedarf bewegt sich nun zwischen 1,8 und 3,5 Millionen Euro.
Es wurden Gespräche geführt mit unterschiedlichen kirchlichen Einrichtungen, z.B. mit der Pflege Schönau, mit dem Diakonischem Werk, oder dem Baureferat des Oberkirchenrates, mit der Idee, dass die Landeskirche das Haus übernehmen und z.B. die Prälatur hier verorten könne. Auch mit der ESG wurden Gespräche geführt. Ohne Erfolg.
Daraufhin entschied der Stadtkirchenrat, mit nicht-kirchlichen Investoren über eine Teilveräußerung des Ober- und Dachgeschosses ins Gespräch zu kommen.
Es habe schon einige Gespräche und Begehungen gegeben-auch mit Interessenten die ausdrücklich begrüßen, dass es sich bei dem Objekt um ein Gemeindehaus handelt. Namen könne man wegen der Vertraulichkeit der Gespräche nicht nennen.
Stimmen aus dem Plenum, dass behinderte Menschen auf die Straße gesetzt werden würden
Herr Engelhardt: Der ABC, der seit 40 Jahren im Hause verortet ist, solle auf keinen Fall vor die Türe gesetzt werden -
Eine Überlegung sei, ob das Petruskirchenareal als neue Verortung für den ABC in Frage käme. Dies solle aber nicht Diskussionsgegenstand sein, u.a., weil Herr Pfisterer und Herr Goldbach nicht anwesend seien und es nicht darum gehe, behinderte Menschen auszugrenzen.
Herr Schelkes betont, dass man einem Haus seine Eigentumsverhältnisse nicht ansehe.
Er führt weiter aus, dass es nicht um eine normale Renovierung gehe, die die einzelnen Mieter - wie aus der Versammlung vorgeschlagen - selbst machen könnten.
Es geht um eine Sanierung.
Es stehen u.a. an:
Verschiedene Wortmeldungen machen klar, dass die Gemeinde sich zu wenig informiert fühlt, dass nicht hinreichend bekannt war, dass das Haus saniert werden müsse und dazu kein Geld vorhanden sei.
Man ist überrascht über die Kurzfristigkeit der Situation.
Frau Schoeller bittet Herrn Engelhardt darum, bei der Stadtsynode einen Aufschub der Entscheidung über die Teilveräußerung der Maienstraße 2 von etwa einem halben Jahr zu bewirken, damit sich die Mitstreiter, die das Haus für die Gemeinde in der Gemeinde halten wollen, zu einem gemeinnützigen Verein zusammenschließen und ein Finanzierungskonzept erarbeiten können.
Es gehen so viele Wortmeldungen dazu ein, dass darüber diskutiert wird, ob man die Debatte an das Ende der Versammlung vertagen oder den TOP 3 streichen solle.
Jedoch melden sich auch Stimmen, die die Renovierung der Kirche als TOP nicht zugunsten der Diskussion gestrichen haben wollen.
Schließlich wird ein Antrag zur Geschäftsordnung gestellt wird und abgestimmt, ob die Diskussion sofort weitergeführt wird oder erst TOP 3 behandelt und hernach weiterdiskutiert wird.
19 Stimmen für die sofortige Weiterführung der Diskussion und
14 Stimmen für ein Weitergehen zu TOP 3 und Diskussion am Ende der Veranstaltung
Die Diskussion kann weitergeführt werden -
Hr. Kreuzer fasst in seinem Wortbeitrag, in dem er bedauert, dass kaum Gemeindemitglieder der jüngeren Generationen anwesend sind, die Situation kurz und prägnant zusammen;
Fr. Kreuzer weist darauf hin, dass eine Liste herumgehen wird, auf die sich die künftigen Vereinsmitglieder eintragen mögen;
Herr Engelhardt bedankt sich für die klare Darstellung der Lage und sichert zu, dass er im der Stadtkirchenrat daraufhin wirken wird, den TOP der Abstimmung über die Maienstraße zu verschieben, wobei er betont, dass er auch nur ein Mitglied des entscheidenden Gremiums sei.
Er weist darauf hin, dass es wichtig sei, alsbald Gespräche über Inhalt und Satzung des Vereins voranzutreiben; Er bekommt die Zusage, baldmöglichst Schriftliches zu bekommen.
Der Bedarf zu weiterer Diskussion ist vorerst nicht mehr gegeben, und es wird der nächste TOP aufgerufen:
Bericht von Herrn Schelkes:
Am Donnerstag, den 13.10. wurde im Ältestenkreis der PG Ost ein Beschluß gefasst, die Sanierung der Christuskirche einzuleiten.
Eine Arbeitsgruppe wurde gebildet, die ein Renovierungskonzept erarbeiten soll. Dabei können die Überlegungen aus dem Jahr 2007, die von Fr Dr Leicht und Herrn Endebrock schon festgehalten wurde, mit einbezogen werden. Er betont, dass mit der Trockenlegung rund um die Kirche schon ein Anfang zum Erhalt gemacht worden sei.
Nächste Ziele:
Fragen aus dem Plenum:
Warum die Kirche umgestaltet werden müsse,
wie hoch die Sanierungskosten seien,
ob die Gemeinde auch - wie bei den Glocken - einen
Eigenanteil leisten müsse?
Herr Schelkes verweist auf die Koppelung von Kirche und Musik und die daraus erwachsenden Ansprüche an den Raum.; die Kosten hängen von der Planung und dem Raumprogramm ab, es sind im Moment 1 Mio Euro eingestellt; ein Eigenanteil ist üblich: jeweils zu einem Drittel die Kirchengemeinde, die Landeskirche und die Gemeinde.
Ein Spender bietet an, für die Renovierung der Kirche 1000 Euro zu spenden.
Es gibt einige Stimmen, die die Renovierung als unnötig empfinden;
Herr Engelhardt wundert sich, dass der Gemeinde offensichtlich die Kirche weitaus weniger wertvoll scheint als das Gemeindehaus. Er weist daraufhin, dass der Oberkirchenrat vorgesehen hatte, die Verabschiedung des Prälaten und die Einführung der neuen Prälatin nicht in der Christuskirche zu feiern, da der innere Zustand als unwürdig empfunden wird, auch gibt es schon einige Musiker, die wegen des Zustandes keine Konzerte mehr in der Kirche halten wollen.
Frau Jäger-Fleming bittet darum, das Gemeindehaus und die Kirche nicht gegeneinander auszuspielen. Veränderungen seien nötig, weil auch die Bedürfnisse der Menschen sich verändert haben. Sie führt als ein Beispiel die Taufgottesdienste an, die an Samstagen gehalten werden, und deren Gestaltung auch Ansprüche an den Raum mit sich brächten.
Frau Kreuzer betont, dass sie das gesamte Ensemble erhalten wolle - als Zentrum der protestantischen Kirche, als Gegengewicht zum Münster. Es dürfe nicht zu Grabenkämpfen kommen, es fehle an der Kommunikation in der Gemeinde
Herr v. Hodenberg möchte seinen Beitrag als Schlußwort verstanden wissen, indem er um Besserung der Kommunikation bittet, damit Emotionen nicht so lange aufgestaut werden und sich dann heftig entladen.
Frau Jäger-Fleming weist noch auf TOP 4 hin, dass Frau Meyer dankenswerterweise eine Bücherecke eingerichtet hat, in der man lesen und auch Bücher erwerben kann - der Erlös komme der Renovierung der Kirche zugute. Die Öffnungszeiten werden noch bekanntgegeben
Herr Frenzel greift das Schlußwort von Herrn v. Hodenberg auf und verabschiedet die Versammlung um 20.30 Uhr
25.10.2011 Ulrike Müller